Sitzen – ab wann?

Ab wann dürfen wir unser Baby aufsetzen?
Ab ca. vier Monaten, wobei es dabei gehalten oder fixiert werden muss, damit es nicht umkippt. Wenn das Kind müde wird, legen Sie es wieder hin. Wichtig ist zusätzliches Vitamin D während der ersten drei Lebensjahre.

Zahnen

Ab wann zahnen Säuglinge?
Erste Anzeichen beobachtet man oft mit drei bis vier Monaten (Speichelfluss, gewisse Unruhe, Fäustchen im Mund, auf allem herumkauen). Der Zahndurchbruch erfolgt oft viel später. Mögliche Massnahmen: gekühlter Beissring, Zahngel, selten sind Schmerzzäpfchen nötig.

Gestillter Säugling, seltener Stuhlgang

Unsere Kleine ist zwei Monate alt und voll gestillt. Sie hat nur alle sieben Tage Stuhlgang, es geht ihr gut dabei. Ist das normal?
Unregelmässiger und seltener Stuhlgang ist bei gestillten Säuglingen normal, von einmal alle zehn Tage bis mehrmals pro Tag kann alles vorkommen. Wichtig ist immer der Allgemeinzustand des Kindes, im Zweifelsfall melden Sie sich jederzeit bei uns.

Magen-Darm-Grippe – wann ist es gefährlich?

Magen-Darm-Grippen sind in den ersten Lebensjahren häufig. Hauptsymptome sind Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen, teils Fieber. Einzig der Flüssigkeitsverlust kann gefährlich werden, sorgen Sie deshalb unbedingt dafür, dass Ihr Kind viel trinkt – am besten kleine Portionen eines gekühlten Getränkes. Gestillte Kinder sollten weiterhin gestillt und häufig angesetzt werden. Beobachten Sie die Urinausscheidung. Je kleiner das Kind, umso eher sind schwere Verläufe möglich. Wie immer: Wenn Sie besorgt oder unsicher sind, dann melden Sie sich bei uns, Telefon 071 672 33 20 oder schneider.kinderarzt@hin.ch.

Windpocken

Wie sehen Windpocken aus? Was müssen wir tun?
Windpocken (Varizellen) sind eine meist harmlose, aber lästige Kinderkrankheit, die sich mit immer neuen juckenden Bläschen am ganzen Körper zeigt, die rasch verkrusten. Sie können auch im Mund auftreten. Manchmal haben die Kinder Fieber. Lästig ist vor allem der Juckreiz, der mit Tropfen oder Sirup behandelt werden kann. Sobald nach ein paar Tagen die letzten frischen Bläschen verkrustet sind, ist die Ansteckungsgefahr vorbei. Ein fieberfreies Kind in gutem Allgemeinzustand darf eine Tagesstätte oder die Schule besuchen, Vorsicht ist geboten bezüglich Kontakt mit nichtimmunen Schwangeren und Kindern unter einem Jahr.

Ohrenschmerzen

Über zwei Jahre alte Kinder können Sie während ein bis zwei Tagen mit Schmerzmitteln und abschwellenden Nasentropfen behandeln. Eine Untersuchung gleichentags empfehlen wir bei kleineren Kindern, bleibenden Ohrenschmerzen und bei Ausfluss aus dem Ohr.

Grippe – wann müssen wir mit dem Kind zum Arzt?

Kleine Kinder unter sechs Monaten sollten wir zeitnah sehen. Bei grösseren Kindern, die in der Grippesaison klassische Grippesymptome haben (Fieber bis 40 °C, Husten, Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen) können Sie einige Tage abwarten und die Symptome lindern. Rufen Sie im Zweifelsfall immer an oder stellen Sie das Kind vor. Auf Wunsch führen wir bei Kindern ab sechs Monaten jährlich im November die Grippeimpfung durch.
Im Zweifelsfall melden Sie sich jederzeit bei uns, Telefon 071 672 33 20 oder schneider.kinderarzt@hin.ch.

Abwehrschwäche?

Mein Kind ist oft krank, hat es eine Abwehrschwäche?
Immunschwächen im medizinischen Sinn sind extrem selten und zeigen sich mit ungewöhnlichen Infekten an ungewöhnlichen Orten und ungewöhnlichen Verläufen. Häufige «normale» Infekte (Fieber, Husten, Schnupfen, Erbrechen, Durchfall) gehören zur Kleinkinderzeit dazu: Zehn bis zwölf Infekte im ersten Lebensjahr und acht bis zehn Infekte ab dem zweiten Lebensjahr sind normal. Krippenkinder und Kinder mit älteren Geschwistern sind in den ersten Expositionsjahren öfter krank, später dafür weniger.

Zecke? Keine Panik!

Wenn Sie eine Zecke entdecken, sollte diese einfach mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt und die Stelle desinfiziert werden. Kleine Reste, die zurückbleiben, sind harmlos. Behalten Sie die Bissstelle zwei bis drei Wochen im Auge. Ein täglich grösser werdender roter Kreise im Bereich der Bissstelle ist verdächtig (Borreliose) und muss von uns kontrolliert werden. Viel seltener ist die FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis), welche grössere Kinder und Erwachsene schwer krank machen kann. Ab sechs Jahren empfehlen wir dagegen die FSME Impfung, da wir hier in einem Risikogebiet leben, in dem viele Zecken das FSME-Virus in sich tragen.

Vitamin D

Zusätzliches Vitamin D empfehlen wir bei allen Kindern während der ersten drei Lebensjahre.

Vergiftungen

Rufen Sie direkt das Toxikologische Zentrum Zürich an (Telefon 145). Befolgen Sie die entsprechenden Anweisungen. Vorsorge: Rundgang durch die Wohnung bzw. das Haus zum Finden giftiger oder gefährlicher Substanzen, diese unerreichbar an einem abschliessbaren Ort aufbewahren. Eine spezielle Gefahr können Zimmerpflanzen sein, viele davon sind giftig.

Verbrennungen

Bei einer Verbrennung oder Verfrühung sofort während mindestens 15 Minuten in handwarmes Wasser tauchen oder mit handwarmem Wasser übergiessen. Kleider nicht ausziehen (Zeitverlust). Je nach Ausdehnung und Tageszeit rufen Sie uns an (071 672 33 20), fahren in die Kinderklinik oder rufen den Rettungsdienst (144). Keine Salben, Öl oder anderes auftragen. Meist ist die rasche Gabe eines Schmerzmittels in richtiger Dosierung sinnvoll.

Regelmässige Tagesstruktur

Kinder ab Geburt, aber auch grössere Kinder fühlen sich in einem strukturierten Tagesablauf am wohlsten. Versuchen Sie normalerweise einen immer ähnlichen Tagesablauf einzuhalten. Das ermöglicht den Kindern eine einfache Orientierung im Tag und gibt ihnen damit Sicherheit – und verbessert auch den Schlaf. Gehen Sie täglich mindestens einmal mit den Kindern nach draussen! Tageslicht, frische Luft und Bewegung tut allen gut.

Krankheiten und Fieber allgemein

Krankheiten und Fieber gehören zum Aufwachsen der Kinder dazu. Verzweifeln Sie nicht, wenn Ihr Kind immer wieder mal Schnupfen hat, fiebert, hustet, erbricht oder Durchfall hat. Das Kind setzt sich so mit seiner Umgebung auseinander und stärkt sein Immunsystem. Wichtig ist, dass das Kind immer wieder gesunde Tage und Wochen hat, ganz ohne Krankheitszeichen, und sich normal entwickelt.

Häufige Fragen zu Infektionen

Oft krank
Mein Kind ist immer wieder krank, hat es eine Abwehrschwäche?
Immunschwächen im medizinischen Sinn sind extrem selten und zeigen sich mit ungewöhnlichen Infekten an ungewöhnlichen Orten und ungewöhnlichen Verläufen. Häufige «normale» Infekte (Fieber, Husten, Schnupfen, Erbrechen, Durchfall) gehören zur Kleinkinderzeit dazu: Zehn bis zwölf Infekte im ersten Lebensjahr und acht bis zehn Infekte ab dem zweiten Lebensjahr sind normal. Krippenkinder und Kinder mit älteren Geschwistern sind in den ersten Expositionsjahren öfter krank, später dafür weniger.

Grippe
Wann müssen wir mit unserem Kind zum Arzt, wenn es Grippesymptome hat?
Kleine Kinder unter sechs Monaten sollten wir zeitnah sehen. Bei grösseren Kindern, die in der Grippesaison klassische Grippesymptome haben (Fieber bis 40 °C, Husten, Schnupfen, Hals- und Gliederschmerzen) können Sie einige Tage abwarten und die Symptome lindern. Rufen Sie im Zweifelsfall immer an oder stellen Sie das Kind vor. Auf Wunsch führen wir bei Kindern ab sechs Monaten jährlich im November die Grippeimpfung durch.

Ohrenschmerzen
Was sollen wir tun bei Ohrenschmerzen?
Über zwei Jahre alte Kinder können Sie während ein bis zwei Tagen mit Schmerzmitteln und abschwellenden Nasentropfen behandeln. Eine Untersuchung gleichentags empfehlen wir bei kleineren Kindern, bleibenden Ohrenschmerzen und bei Ausfluss aus dem Ohr.

Windpocken
Wie sehen Windpocken aus? Was müssen wir tun?
Windpocken (Varizellen) sind eine meist harmlose, aber lästige Kinderkrankheit, die sich mit immer neuen juckenden Bläschen am ganzen Körper zeigt, die rasch verkrusten. Sie können auch im Mund auftreten. Manchmal haben die Kinder Fieber. Lästig ist vor allem der Juckreiz, der mit Tropfen oder Sirup behandelt werden kann. Sobald nach ein paar Tagen die letzten frischen Bläschen verkrustet sind, ist die Ansteckungsgefahr vorbei. Ein fieberfreies Kind in gutem Allgemeinzustand darf eine Tagesstätte oder die Schule besuchen, Vorsicht ist geboten bezüglich Kontakt mit nichtimmunen Schwangeren und Kindern unter einem Jahr.

Magen-Darm-Grippe
Ist eine Magen-Darm-Grippe gefährlich?
Magen-Darm-Grippen sind in den ersten Lebensjahren häufig. Hauptsymptome sind Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen, teils Fieber. Einzig der Flüssigkeitsverlust kann gefährlich werden, sorgen Sie deshalb unbedingt dafür, dass Ihr Kind viel trinkt – am besten kleine Portionen eines gekühlten Getränkes. Gestillte Kinder sollten weiterhin gestillt und häufig angesetzt werden. Beobachten Sie die Urinausscheidung. Je kleiner das Kind, umso eher sind schwere Verläufe möglich.

Im Zweifelsfall melden Sie sich jederzeit bei uns, Telefon 071 672 33 20 oder schneider.kinderarzt@hin.ch.

Impfungen – allgemeine Fragen

Impfen? Ja, sicher!
Die Impfungen, wie sie im Schweizer Impfplan empfohlen werden, sind sinnvoll, wirksam und sicher.
Impfungen gehören zu den wichtigsten und effektivsten Vorsorgemassnahmen. Sie sind wirksam und sicher. Die Krankheiten, gegen die geimpft wird, haben früher viel Leid über Familien und Betroffene gebracht und waren deshalb gefürchtet. Auch wenn die meisten dieser Krankheiten heute zum Glück selten geworden sind, empfehlen wir die Impfungen klar. Auch unsere eigenen Kinder impfen wir so, wie wir es den Eltern empfehlen.

Zeitpunkt erste Impfungen
Weshalb beginnt man mit zwei Monaten?
Einerseits um die Kinder möglichst rasch gegen Krankheiten zu schützen, mit denen sie sich schon als Säuglinge anstecken könnten (Keuchhusten, Haemophilus influenza Typ B). Andererseits auch deshalb, weil der Nestschutz, das heisst die zirkulierenden mütterlichen Antikörper, mit etwa vier bis sechs Monaten verschwunden sind und durch Impf-Antikörper ersetzt werden sollten.

Schutz durch Stillen
Schützt Stillen vor denjenigen Krankheiten, gegen welche wir die Kinder impfen?
Nein. Die Antikörper, die in der Muttermilch vorkommen, legen sich nur auf der Oberfläche der Schleimhäute ab. Somit bieten sie einen gewissen Schutz vor Erkältungen, leichten grippeartigen Infektionen oder Magen-Darm-Infekten. Gegen invasive (eindringende) Infektionen bieten sie aber keinen Schutz und genau diese Infektionen wollen wir mit den Impfungen verhindern.

Zeitpunkt der FSME-Impfung
Ab wann empfehlen Sie die FSME-Impfung («Zecken-Impfung»)?
Laut Schweizer Impfplan wird die FSME-Impfung ab sechs Jahren empfohlen. Dieser Zeitpunkt wurde gewählt, weil bei älteren Schulkindern und Erwachsenen schwere Krankheitsverläufe der FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis) vorkommen.

Hepatitis-A-Impfung
Wann ist eine Hepatitis-A-Impfung nötig?
Für fast alle Reiseziele ausserhalb Europas wird diese Impfung empfohlen, innerhalb Europas gibt es vereinzelte Ansteckungen in südeuropäischen Ländern. Es handelt sich dabei um eine Reiseimpfung, die von den Krankenkassen nicht übernommen wird.

Fieber

Fieber ist eine normale Reaktion des Körpers zur Bekämpfung von Infekten und ist nicht grundsätzlich gefährlich. Fieber steigt auch nicht ungebremst weiter an, wenn es die vom Körper angestrebte Höhe erreicht hat. Selten kann sich eine gefährliche Infektion dahinter verstecken, deshalb sollten wir Säuglinge mit Fieber rasch sehen, grössere Kinder mit mehreren Tagen Fieber oder in schlechtem Allgemeinzustand ebenfalls.

Häufige Fragen in den ersten Lebensmonaten

Seltener Stuhlgang
Unsere Kleine ist voll gestillt. Sie hat nur alle sieben Tage Stuhlgang, es geht ihr gut dabei. Ist das normal?
Unregelmässiger und seltener Stuhlgang ist bei gestillten Säuglingen normal, von einmal alle zehn Tage bis mehrmals pro Tag kann alles vorkommen. Wichtig ist immer der Allgemeinzustand des Kindes.

Zahnen
Ab wann zahnen Säuglinge?
Erste Anzeichen beobachtet man oft mit drei bis vier Monaten (Speichelfluss, gewisse Unruhe, Fäustchen im Mund, auf allem herumkauen). Der Zahndurchbruch erfolgt oft viel später. Mögliche Massnahmen: gekühlter Beissring, Zahngel, selten sind Schmerzzäpfchen nötig.

Sitzen
Ab wann dürfen wir unser Baby aufsetzen?
Ab ca. vier Monaten, wobei es dabei gehalten oder fixiert werden muss, damit es nicht umkippt. Wenn das Kind müde wird, legen Sie es wieder hin. Wichtig ist zusätzliches Vitamin D während der ersten drei Lebensjahre.

Im Zweifelsfall melden Sie sich jederzeit bei uns, Telefon 071 672 33 20 oder schneider.kinderarzt@hin.ch.

Elektronische Medien

Elektronische Medien wie Fernseher, Computer, Tablets und Smartphones gehören zu unserer Welt. Für Kinder jedoch sind echte Wahrnehmungen und Eindrücke (Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Tasten, Bewegung) zentral für die Entwicklung. Deshalb sollten elektronische Medien nur einen kleinen Platz im Kinderalltag haben. Sie gehören nie ins Kinderzimmer.

Breimahlzeiten

Ab Beginn des fünften Lebensmonats wird empfohlen, erste Breimahlzeiten einzuführen. Beginnen Sie mit Früchten oder Gemüse, später ergänzen Sie die Mahlzeiten mit Fleisch, Getreide, Joghurt ohne Zucker usw. Bei Fragen zur Einführung der Beikost können die Mütter- und Väterberaterinnen der Perspektive Thurgau oder wir Sie jederzeit ausführlich beraten.

Bewegung

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich viel bewegen kann. Vorschulkinder sollten täglich zwei bis drei Stunden Bewegung haben, Schulkinder mindestens eine Stunde pro Tag. Richten Sie eine Bewegungsecke in der Wohnung bzw. im Haus ein (z.B. mit einem alten Sofa oder alten Matratzen), in der sich Ihr Kind auch bei schlechtem Wetter austoben kann.

Verhütung von Karies

Geben Sie Säuglingen und Kleinkindern nachts keinen Milch-Schoppen ins Bett und lassen sie es nur ungesüssten Tee trinken. Kaufen Sie fluoriertes und jodiertes Kochsalz. Pflegen Sie die Zähne mit Kinderzahnbürsten und benützen Sie fluorierte Zahnpaste ab dem ersten Zahndurchbruch.

Impfen? Ja, sicher!

Wir befürworten und empfehlen die Impfungen des offiziellen schweizerischen Impfplanes und sind sehr froh, den uns anvertrauten Kindern diesen Schutz anbieten zu können.